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  26. April, 2005

Ich hörte, dass man in Kapstadt im Two Oceans Aquarium mit den Haien tauchen kann. Scuba shack  (http://www.scuba-shack.co.za/charters.htm l ) in Kalk Bay konnte das organisieren. Schon am nächsten Tag meldete ich mich für einen Tauchgang an

  Das Two Oceans Aquarium ( http://www.aquarium.co.za/ ) liegt im Areal der Victoria und Albert Wharf, eine ehemalige zerfallene Werft, die wiederbelebt wurde und jetzt ein großes modernes Einkaufszentrum ist und zusätzlich viele Touristenattraktionen bietet (zB. Bootsfahrten nach Robben Island wo der Mandela längere Zeit „Gast“ war). Das Aquarium selbst ist sehr modern mit mehren Becken. Das größte davon, das Raubtierbecken umfasst 2,2 Millionen Liter Wasser. Die Wege zwischen den Becken sind verdunkelt und ähneln einem dunklen Labyrinth.

Um 9 Uhr wird geöffnet, und wir 3 Taucher wurden empfangen und sofort hinter die Kulissen geleitet zum Dach des Aquariums. Unterwegs wurden uns kurz die Fakten zum Aquarium gegeben und wie der Tauchgang ablaufen wird. Auf dem Dach wurden wir mit 5mm Nassanzügen und 10 Liter Flaschen ausgerüstet. Die Südafrikaner haben anscheinend eine vorliebe für 5mm Neoprene.

Es ist ein komisches Gefühl, wenn man auf einer Plattform mit den Füßen im Wasser knapp über der Wasseroberflache sitzt (wie am Rand des Schwimmbeckens) und beim Anziehen der Flossen schwimmt ein 2m Sandtigerhai (auch bekannt als grey nurse shark, ragged-tooth shark, (Carcharias taurus) nur ein paar Zentimeter unter deinen Zehen vorbei.

Man taucht ins Wasser (am besten vorher schauen, ob nicht gerade ein Hai unten vorbei schwimmt) und geht sofort zum Boden. Dort lassen sie die Haie, Adlerrochen (Myliobias aquila), Yellowtails (Pomacentrus trichourus), Garrick (Lichia amia), Mussel Cracker (Cymatoceps nasutus, mit einem  grimmigem Gesicht) und Loggerhead, Schildkröten (Caretta caretta) traumhaft beobachten. Die niedlichsten Geschöpfe sind die wilden Tiere hinter den großen Scheiben im Plexiglastunnel: Kinder winken dir zu und lächeln, ihre Eltern schütteln den Kopf und fotografieren.  

Das Becken selbst ist ein Oval ca.20x15m mit 5m Tiefe mit einer Felsenformation in der Mitte. Hier drehen die Haie, Rochen und Yellowtail ihre Kreise. Ein mulmiges Gefühl, wenn man hinauf schaut und 2 von insgesamt 4 Sandtigerhaien (in Südafrika „Ragged-Tooth Sharks“, kurz „raggies“ genannt)   schwimmen über Dir mit leicht geöffnetem Maul und zeigen die Furcht erregenden spitzen Zähne (deshalb der SA Name).

Plötzlich von hintern ein Flossenschlag von der 1,2m langen Schildkröte weil du ihr im Weg stehst. Sie lässt sich bei ihren Runden von den Tauchern nicht stören . Alt und einfach stur! Im Schatten des Observation Glass lag ein alter, 1,5m Adlerrochen, wo er von den trockenen Zuschauern schwer zu sehen ist. Während des halbstündigen Tauchganges rührte er sich kein einziges Mal, nur seine Kiemen und das Wasser, das aus seinen Löchern austritt, verrieten, dass er lebt.  

Ein ruhiger Raggie ist normalerweise für Taucher nicht gefährlich, obwohl man es wegen der herausragenden Zähne es schwer glaubt. Nachdem 1975 „der Weisse Hai“ ein Hai Tötungs-Frenzy ausgelöst hat, war er ein beliebtes Ziel für Haitöter die sich nicht in Gefahr bringen wollten. Ein sinnloses Machogehabe, das nicht einmal die Frauen beeindruckt. Laut Erfahrungswerten, mögen Frauen keine blutigen, toten Fische. Trotz allem, ein Diveguide taucht mit, um die Tauchtouristen zu schützen. Seine Waffe – ein stabiler meterlangen Holzstock. Wie einer der Taucher sagte: „Ein bisschen kurz, oder haben die Haie schon dran geknabbert?“ Ich informierte mich auch, wann die letzte Haifütterung war: 3 Tage zuvor. Diese Information war sehr beruhigend, denn sie werden einmal pro Woche gefüttert.

Der halbstündige Tauchgang war viel zu kurz aber ein unvergessliches Erlebnis. Eine Wiederholung ist angedacht. Rund um die Kap Halbinsel gibt es viele Tauchplätze, von Strand erreichbar, und dann mehrere Wracks die nur warten, fotografiert zu werden. Zieltermin ist September 2007, diesmal ohne Besichtigungen und Rundreise. Meine Frau kennt jetzt schon alles. Nächstes Mal wird das ein Tauchurlaub!  (Anmerkung meine Frau: Egoist!) 

 

The English translation is being worked on.  

 

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Last update: 10.10.2007

© 2005 Arno Hochreiter