Südafrika – Namibia,

11.2.2010 – 28.2.2010

 

 

Reports / Berichte

 

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Vorwort:

Um nicht immer alles immer wieder zu erzählen, und dabei immer wieder etwas zu vergessen, schreibe ich seit ein paar Jahren Reiseberichte.

Ich habe einige Freunde, die kein Englisch können, weshalb ich für englische Ausdrücke die deutsche Übersetzung in Klammern schreibe, auch wenn die meisten Leser der Meinung sind, das müsste man doch wissen.

Ich werde auch einige Abkürzungen verwenden:

SA = South Africa (Südafrika)
CT = Cape Town (Kapstadt), CPT = Flughafen Kapstadt
JHB = Johannesburg, JNB = Flughafen Johannesburg
FRA = Flughafen Frankfurt
WDH = Windhoek
B&B = Bed an Breakfast (Zimmer mit Frühstück

 

Die Abreise, Graz – Johannesburg – Kapstadt – Hermanus

Am Abreisetag schneit es bei uns an die 15-20 cm, ich muss 2 Mal Schnee schaufeln. Für Arno ist heute noch Arbeitstag, wir fliegen erst am Abend weg.

Am Nachmittag checke ich alle Flüge bis Kapstadt online ein und drucke die Boardkarten aus.

Als wir zum Flughafen kommen und unser Gepäck abgeben, erfahren wir, dass unser Flug nach Frankfurt 1,5 Stunden verspätet sein wird. Grund ist das Schneechaos in Frankfurt. In Frankfurt angekommen sehen wir, dass auch unser Flug nach Johannesburg eine halbe Stunde Verspätung hat. Also keine Panik beim Umsteigen. Im Endeffekt werden es 2:45 Verspätung, denn alle Zubringerflüge auf der Kurzstrecke sind verspätet, auf die Enteisung müssen wir lange warten und zuletzt muss ein anderer Pusher (schiebt das Flugzeug aus der Parkposition raus) angefordert werden, weil die Maschine für unseren Pusher zu schwer war.

Als wir in JNB landen, startet gerade unsere Maschine nach CPT. Wir holen unser Gepäck, wechseln vom internationalen Flughafen zum nationalen und gehen zum Serviceschalter. Dort sagt man uns: Es ist Freitag Nachmittag, alle Flüge nach CPT sind ausgebucht, wir können standby warten, vielleicht ist auf dem Maschine um 18:10 etwas frei – es ist gerade 13:00. Es herrscht ein Chaos, denn die Maschinen aus München und London haben sogar 6 Stunden Verspätung und kommen auch jetzt an. Viele Passagiere dieser Flüge haben ihre Anschlussflüge verpasst.

Wir sind Glückspilze und kommen mit der Maschine um 18:10 mit. In CPT holen wir unseren Leihwagen. Ich habe einen Toyota Corolla Sedan gebucht und bekomme einen Nissan Livina, den ich nicht kenne. Man sagte uns am Schalter, das sei ein kostenloses Upgrade (höhere Kategorie). Als ich zum Auto komme, denke ich, es war wohl eher ein kostenloses Downgrade (kleineres Auto). Es ist spät, ich will möglichst schnell nach Hermanus (120km) und lasse es wie es ist. Das Auto ist bei Gott nicht das, was ich gebucht habe, aber für CT und Umgebung reicht es. Nach 29 Stunden Anreise sind wir am Ziel.

 

Hermanus

Wir wohnen bei Harald und Sue im Avalon on Sea.

Kleine Vorgeschichte: Vor 5 Jahren waren wir auch in Südafrika, hatte Arno Haitauchen bei den Shark Ladys in Hermanus gebucht. Wir hatten kein Quartier gebucht und suchten ein B&B. Überall, wo wir nach einem Zimmer fragten war es ziemlich teuer. Dann sah ich das total süße Haus und sah, dass es ein B&B ist. Arno fragte nach dem Preis und ich sagte zu ihm im österreichischen Dialekt: Das ist in Ordnung das können wir nehmen. Da sagte der Vermieter: Ah, seid ihr Österreicher, ich bin der Harald aus Völkermarkt. Wir fühlten uns dort sofort wohl und sind heuer bereits zum dritten Mal dort.

Harald erzählt uns heuer, dass es für die Beherberungsbetriebe hier seit dem vorigen Jahr nicht mehr so gut aussieht. Die Engländer bleiben seit 2009 komplett aus, sie haben anscheinend kein Geld mehr. Die Deutschen und Schweden kommen noch und retten die Situation.

Für die Fußball WM wurden in der Gegend Hermanus anfangs 65.000 Betten blockiert, jetzt stellt sich heraus, dass diese Anzahl Betten niemals gebraucht werden wird und viele der blockierten Betten wurden wieder freigegeben. Man rechnet inzwischen damit, dass zur WM weniger Gäste kommen werden, als man sich noch vor 1 bis 2 Jahren erhofft hat.

Als wir unseren Südafrika-Urlaub planten, war eigentlich geplant, dass wir im Ferienhaus Felsensicht von Arnos Bruder 7 Nächte wohnen. Es liegt 35 km südlich von Kapstadt in Simonstown. Leider war es gerade für die Zeit unseres Aufenthaltes an zahlende Gäste aus Dänemark, vermietet. Als Alternative buchte ich 3 Nächte bei Harald und 4 Nächte in Bloubergstrand, nördlich von CT, eine Gegend, die ich noch nicht kannte.

Hermanus ist ein schöner Ferienort und bekannt für Walbeobachtungen. Jedes Jahr findet hier im September das Whale watching (Wale Beobachtung) Festival statt. Wir genießen den ersten Tag mit einem langen Spaziergang an den Klippen, besuchen den wöchentlichen Farmers Market (Bauernmarkt) und machen am Nachmittag einen langen Spaziergang am nahe gelegenen langen weißen Strand. Die Sonne strahlt bei 24 Grad vom Himmel, es ist jedoch ziemlich windig und als es mir an dem Ohr, das meerseitig ist einfach zu kalt wird, drehen wir um. Am Ende sind beide Ohren kalt, was bei meinen empfindlichen Ohren nicht gut ist.

Am nächsten Tag fahren wir in der Gegend herum, zuerst nach Elim, laut Reiseführer interessant wegen der Moravian Kirchengemeinde.

Die letzten 30 km sind keine asphaltierte Strasse. Plötzlich kommen uns auf dieser schlechten Schotterstraße 2 Radfahrer mit Begleitfahrzeug entgegen, und dann wieder welche. Jetzt sehe ich, dass sie Startnummern haben. In Elim (wo es wieder 2 km Asphaltstrasse gibt) ist eine Labestation aufgebaut. Wir erfahren, das ist ein Radrennen von Struisbaai, fast am südlichsten Punkt Südafrikas, nahe Kaap Agulhas, wo sich Atlantischer und Indischer Ozean treffen, nach Gansbaai, ein Mountainbike Fun Race. An der Labestation hört Arno, wie ein Teilnehmer sagt: Never again (niemals wieder).

In der Moravian Kirche ist gerade Messe. Wir hören den Prediger bis auf die Strasse und dann die Gesänge der Gläubigen. Als die Messe zu Ende ist, schauen wir kurz in die Kirche rein. Es gibt nebenan auch noch eine alte, stillgelegte Mühle zu sehen. Ich wundere mich, wo haben die das Wasser für dieses große Mühlrad hergenommen, ich sehe nur ein ganz kleines Rinnsal.

Anschließend fahren wir nach Die Dam, groß in der Karte eingezeichnet. Es gibt ein paar Ferienhütten, keinen schönen Strand und sonst nichts. Kein Urlaubsort für mich.

Es geht weiter nach Pearly Beach: Laut Reiseführer ein Taucherparadies und ein Paradies für Sonnenanbeter mit schönem weißem Strand. Ich kann mich nicht begeistern. Zwischen Straße und Strand sind viele Büsche, von der Straße aus sieht man keinen Strand, es ist mühsam ihn zu erreichen und nirgends wo ist ein Restaurant oder sonst etwas. Nur Wohngegend. Das Taucherparadies finden wir nicht.

Wir fahren nach Kleinbaai, wo Arno schon 2 Mal Haitauchen war und genießen von einem netten Restaurant aus die Aussicht auf das Meer. Zum Spazierengehen ist es uns zu windig.

 

Bloubergstrand, Weingegend, Kapstadt

Am nächsten Tag fahren wir am Meer entlang Richtung Kapstadt. Beim Weingut Meerlust (Arnos Lieblingsweinfarm) machen wir eine Pause, eine Weinprobe und kaufen auch 2 Flaschen Wein.

 

Weiter geht es zu unserem B&B Rockhaven in Bloubergstrand.

Wir sind sofort begeistert vom Quartier, vom Strand und von der Aussicht. Es ist wirklich so kitschig schön wie auf den Fotos der Homepage von Rockhaven. Am Abend fahren wir nach Kapstadt und treffen uns mit Arnos Nichte Jaquie. Die zweite Nichte Kimberly hat keine Zeit, sie ist mit Freunden bei einem Geburtstagfeier/Grillfest.

 

Am nächsten Tag besuchen wir Freunde in Durbanville, und diese machen mit uns am Nachmittag eine Weintour. Wir machen Weinverkostungen bei David Frost, Perdeberg und Verdome. In Südafrika finden Weinverkostungen zwischen 9 und maximal 16 Uhr statt, für mich eine eher unchristliche Zeit. Man kostet Wein, kauft welchen und fährt weiter. Selten gibt es ein Restaurant, wo man noch länger bleibt. Die Weingüter hier sind riesengroß, und haben Anbauflächen, die wir uns hier nicht vorstellen können. Ich erzähle unseren Freunden von unserer steirischen Toskana und den kleinen Weinbauern und natürlich auch von unseren Buschenschanken. Die Freunde können sich nicht vorstellen, wie so kleine Betriebe überleben können.

Wir kaufen wieder 2 Flaschen Wein und 2 Flaschen Sekt für morgen, denn das ist ein besonderer Tag, um den sich die gesamte Urlaubsplanung drehte.

Der besondere Tag war eigentlich ein besonderer Abend.

In der Früh fahren wir noch einmal auf dem direkten Weg über die Schnellstrasse nach Hermanus, weil wir dort noch etwas zu erledigen haben. Als Rückweg wählen wir eine landschaftlich sehr schöne Strecke. Wir fahren vorbei am Tweewaterkloof-Stausee,dem Wasserreservoir Kapstadts, nach Villiersdorp. Als wir vor 5 Jahren am Stausee entlang fuhren war der Wasserstand sicher 4-5 m niedriger als jetzt. Rund um den See gibt es riesige Obstplantagen, vor allem Äpfel – Granny Smith. Villiersdorp selbst lassen wir diesmal aus, denn das haben wir uns vor 5 Jahren eingehend angeschaut.

Weiter geht es über den Franschhoekpass in die Weingegend nahe Kapstadt. Auf der Passhöhe bleiben wir stehen und genießen den Blick Richtung Franschhoek, Paarl, Stellenbosch und Drachensteingebirge.

Unser Ziel ist das Weingut Anura, wo es neben Wein auch hervorragenden Käse gibt. Heute kaufen wir keinen Wein, sondern Käse und essen auch dort zu Mittag eine ausgezeichnete Käseplatte, es ist also eines der wenigen Weingüter, wo es auch ein Restaurant gibt.

Wir fahren zurück, gehen noch ein bisschen spazieren und machen uns dann fein für die Geburtstagsfeier von Dick. Er feiert seinen 60er. Dick war vor weit über 20 Jahren Arnos Tauchlehrer und arbeitete damals beim Militär. Heute ist Dick selbständiger Reiseführer (www.nautilustours.co.za). Das Tauchen hat er aufgegeben. Arno bringt als Geschenk Tauchvideos von Jaques Cousteau und Hans Hass mit, sowie die 2 Flaschen Sekt von Perdeberg.

Dann erzählt uns Dick etwas von seiner Pension. Durch die Wirtschaftskrise hat seine Pensionsvorsorge viele Verluste erlitten und ist so stark geschrumpft, dass er höchstwahrscheinlich arbeiten wird, solange er lebt. Von der zu erwartenden Pension wird er nicht einmal die Fixkosten des Hauses decken können. Seine Frau arbeitet schon ewig bei Woolworth und wird im November in Pension gehen. Sie wird eine bessere Pension (Firmenpension) erhalten und das rettet die Situation, bzw. dadurch werden sie sich hin und wieder auch ein paar kleinere Sprünge (Reisen) leisten können.

Es ist ein netter Abend und die Zeit vergeht viel zu schnell.

Am nächsten Tag machen wir einen Spaziergang am ewig langen Strand von Bloubergstrand. Es hat 25 Grad, die Sonne scheint, aber es weht ein etwas stärkerer Wind. Ich habe eine Kappe auf und eine lange Hose an. Arno zieht sein Shirt aus, geht in der kurzen Hose und holt sich einen richtigen Sonnenbrand. Das kommt davon, wenn man nicht auf Frau hört und sich nicht einschmiert – selbst Schuld. Am Nachmittag sitzen wir gemütlich auf unserer Terrasse und genießen den Käse von gestern mit meinem frischen Olivenbrot.

Am Nachmittag fahren wir wieder rein nach CT. Wir haben Wein gekauft, den wir nicht nach Namibia mitnehmen wollen, dieser wird uns bei der Hitze kaputt, also deponieren wir ihn bei jenem B&B, wo wir die letzte Nacht vor dem Heimflug verbringen werden.

Dann besuchen wir die Victoria & Alfred Waterfront. Ein Muss, wenn man in CT ist, auch wenn man nicht zum ersten Mal in CT ist. Man findet DORT immer wieder Neues und Interessantes.

Zum Abendessen treffen wir uns mit Arnos ehemaligem Arbeitskollegen Ratilal Rowji, kurz Rats genannt. Von 1986 bis 1990 arbeiteten beide am Hubschrauber Rooivalk. Als der Krieg mit Angola zu Ende war, war auch Arno Arbeit zu Ende (er verlor seine Arbeit) und kam auf Umwegen nach Österreich.

Die beiden haben den ganzen Abend über ehemalige Kollegen gesprochen, einer ist in England, der andere in Australien, einer in der USA, einer ist schon verstorben usw. Was die beiden über ihre ehemaligen Kollegen wissen, ist schon gewaltig.

Rats hat von 2001 bis 2003 in Schweden gearbeitet, wo die ganze Familie mit war. Er schwärmt von der Lebensweise dort. Es gibt keine Kriminalität (verglichen zu Südafrika), Kinder können alleine mit dem Bus zur Schule fahren, man muss nicht immer alles absperren und verriegeln, man kann sich überall frei bewegen. Wir kennen das, für einen Südafrikaner ist das eine Sensation.

 

Namibia – Windhoek – Stampriet

Am nächsten Tag fliegen wir von CPT nach Windhoek.

Nach der Ankunft in WDH holen wir den Leihwagen. Ich habe einen Toyota Corolla Sedan gebucht. Man will uns einen Polo geben. Diesmal bestehe ich auf den Toyota und nach einigem Hin- und Her bekomme ich ihn auch.

Dann brauchen wir Geld - Namibia Dollar – wir gehen zum Bankomaten. Vor uns bekommt ein verzweifelter Tourist kein Geld vom Automaten. Wir bekommen auch keines, weder mit der Karte von Arnos südafrikanischem Konto, noch mit einer österreichischen Karte. Neben dem Bankomaten eine Wechselstube. Als ich den Kurs für den Euro sehe, sage ich zu Arno: Nein, hier wechsle ich meine kostbaren Euro nicht, der Kurs ist mehr als grottenschlecht bzw. eine Frechheit. Wir fahren nach WDH. Zuerst sehen wir Arnos Schule. Sein Vater hat 1968-1969 ein Hotel in WDH geleitet. Dann kommen wir zu einem Einkaufszentrum. Dort sind die Filialen von 3 südafrikanischen Banken. Wir bekommen Geld mit unseren Karten.

Wir gehen auch gleich in den Supermarkt. Im Geschäft kommen wir uns vor wie in Südafrika, die gleichen Waren, die gleichen Preise (Namibische Dollar und Rand werden 1:1 gewechselt). Wir kaufen Wasser in 2 und 5-Liter Kanistern und Obst. Wir werden in Gegenden kommen, wo man pro Person und Tag mindestens 5 Liter Wasser mithaben soll.

Weiter geht es durch das Zentrum von WDH, wo Arno sofort ein Gebäude sieht, das früher ein Hotel war und sein Vater geleitet hat. Heute ist es ein Ministerium.

Wir haben noch 240 km bis zu unserem heutigen Quartier in Stampriet vor aus.

Arno ist überrascht, wie grün derzeit die Gegend hier ist. Später erfahren wir, dass es in Namibia meist nur von Jänner bis März regnet und es hat heuer im Jänner und Februar schon geregnet.

Die Gegend, durch die wir fahren, ist ein Randbereich der Kalahari. Ich habe mir Wüste immer etwas anders vorgestellt (Sand, Steine, dorniges Gestrüpp). Das hier ist eine Halbwüste. Hier wächst gelbes bis hellbraunes Gras, Büsche und Bäume. Einmal mehr, einmal weniger, einmal höher, einmal niedriger. Die Landschaft ist meist total flach, manchmal sind dazwischen niedrige Hügelketten. Die Straße geht oft bis zu 10 km schnurgerade, bevor wieder einmal eine Kurve kommt. Der Verkehr wird immer weniger. Die Straße ist immer begleitet von Strom- und Telefonmasten und der Bahnlinie. Auf den Strommasten bauen die Vögel gerne ihre Nester.

Auf der Karte sind einige Orte eingezeichnet. Als wir durchkommen, sehen wir, dass diese Orte aus ein paar Häusern bestehen bzw. nur eine Straßenkreuzung sind. Namibia ist das am zweitwenigsten dicht besiedelte Land der Welt – 2,2 Einwohner pro km², nur die Mongolei hat weniger.

Stampriet liegt in der Nähe von Mariental, 60 km, das ist hier keine Entfernung.

Wir wohnen im Stampriet Historical Guesthouse – mitten im Nichts, wie man auf der Karte sieht, aber eine gute Wahl, nette Quartiergeber, schöne Zimmer und ein schöner Sonnenuntergang.

Die Leute hier reden Africaans und Englisch.

Wir sind die einzigen Gäste an diesem Abend und die Quartiergeber unterhalten sich am Abend gerne mit uns. Sie erzählen uns, dass sie gerne dieses Guesthouse führen, weil man mit so vielen interessanten Leuten ins Gespräch kommt. Stampriet ist eine Siedlung, wo hauptsächlich Schwarze wohnen und nur wenige Weiße.

 

Stampriet – Keetmanshoop

Am nächsten Tag geht es weiter nach Keetmanshoop – 350 km, die Landschaft ändert sich wenig. Etwas außerhalb von Keetmanshoop liegt der Giants Playground (Spielwiese der Riesen) und der Köcherbaumwald. Dort liegen in der Gegend überall riesengroße Steine herum.

Dorthin fährt man über eine Sandstraße und Arno probiert gleich einmal die Grenzen unseres Toyota aus und kommt dabei etwas ins schwimmen.

   

Es ist drückend heiß, 38 Grad, Keetmanshoop hat außer ein paar Kirchen und eine alte Bahnstation nicht viel zu bieten.

Wir beziehen unser Quartier, Gessert Guest House wir sind mit meiner Auswahl fast noch mehr zufrieden als in Stampriet.

Beim Frühstück kommt die große Überraschung. Es steht ein schöner Blumenstrauß auf dem Tisch, beim näheren Hinsehen entdecken wir, dass das ein Teil unseres Frühstückbuffets ist.

Wir finden hier in Keet vorerst kein Restaurant und auch sonst nichts, wo es uns reizt,zum Abend essen zu gehen. Am Ortsrand sehen wir dann einen Wegweiser: Schutzenhaus Guest House

Dort ist ein hervorragendes Restaurant, man spricht deutsch, die Speisekarte ist deutsch, nicht nur die Sprache, auch die Gerichte: Eisbein, Kasseler mit Sauerkraut, Wiener Schnitzel, usw.

 

Fish River Canyon

Heute geht es richtig in die Wüste, in die Steinwüste, hier wächst wirklich nichts mehr, es geht zum Fish River Canyon. Dorthin führt ab Seeheim eine Sand/Schotterstrasse. Sofort kommt die erste Überraschung. Road closed (Straße geschlossen). Wir fragen beim nahe liegenden Hotel Seeheim, das einzige Haus in x wie vielen km Umgebung. Es gibt eine zweite Straße, wir müssen nicht zurück nach Keet und eine andere Route wählen – Gott sei Dank, so bleiben uns über 80km Umweg erspart, und wir kommen sogar an einem Stausee vorbei, den wir sonst nicht gesehen hätten.

Arno gibt auch auf der Schotterstraße Gas und als ich zur Vorsicht mahne, meint er: „Ihr Europäer habt immer gleich die Hosen voll“. Kaum gesagt, kracht er in eine Querrinne, ups – das war hart, das Auto hält viel aus, nichts passiert. Ein paar km später dasselbe noch einmal und dabei löst sich eine Abdeckung am Unterboden. Diese scheppert 5 km lang, dann haben wir sie verloren. Das fängt ja gut an.

Einige Kilometer weiter ist der Eingang zum Fish River Canyon Nationalpark, wo wir Eintritt bezahlen, jedoch keine Karte oder Beschreibung bekommen können. Arno macht vom Aushang ein Foto und so können wir uns besser orientieren und müssen uns nicht alles haarklein merken, was uns der Kassier erklärt.

Der Canyon ist gewaltig, aber auch die Hitze, 39 Grad in der Steinwüste. Wir gehen 15 Minuten vom Parkplatz zum Aussichtspunkt. Mir schwellen die Finger an, die Hitze flirrt, ich beende die Besichtigung nach weiteren 15 Minuten. Das ist kein Klima für mich. Wir fahren 2 weitere Aussichtspunkte an und dann haben wir genug gesehen.

Auf der Rückfahrt übernehme ich das Steuer. Diese Sand/Schotterstraßen kann man wirklich schneller fahren, als unsere Schotterstraßen. Nach einer kurzen Probephase fahre ich auch fast so schnell wie Arno, d.h. so an die 80-100 km/h (Arno bringt es auf 100-110). Nur vor Kuppen fahre ich viel vorsichtiger als er, wobei Arno meint: etwas zu vorsichtig. Wie wichtig dies Vorsicht ist, stellt sich ein paar Tage später heraus.

Wir bemerken, dass Wolken aufziehen, und empfinden es vorerst als Wohltat. Rasch vermehren sich die Wolken und werden sehr dunkel. Wir haben noch 30 km bis zur Asphaltstrasse, ich bin am Steuer. Wir wollen die Asphaltstrasse bei Grünau erreichen, bevor das Gewitter einsetzt, denn wir wollen nicht stecken bleiben und wir schaffen es auch.

Zurück in Keet beginnt auch hier das Gewitter. Als es aufhört fahren wir wieder ins Schützenhaus zum Essen. Es liegt in einer Straße, die nicht asphaltiert ist. Während des Essens geht das nächste Gewitter nieder. Die Straße wird zum Bach, und dieser fließt genau unter unserem Auto durch. Ein schönes Bild.

 

Keetmanshoop – Lüderitz

Zuerst ändert sich die Landschaft wenig, Halbwüste, Mal mehr, Mal weniger Vegetation. Die Bahnlinie geht parallel zur Strasse, wir sehen, dass es „Bahnhöfe“ gibt, wo nichts rundherum ist und nicht einmal ein Bahnsteig. Arno meint, das sind nur Wasseraufnahmestellen. Auf unserer Karte sind sie jedoch als Bahnhof eingezeichnet.

Irgendwann kommt die Ortschaft Aus.

Danach ändert sich die Landschaft gewaltig. Immer weniger Vegetation, bald nur mehr Sand- und Steinwüste. Wir sind hier bereits in der Wüste Namib. Kurz vor Lüderitz besichtigen wir Kolmankop die Geisterstadt, eine Minenstadt, die aufgegeben wurde.

Siehe auch Kolmanskop Bilder

Vorbei geht es an der Salzlagune raus zum Dias Cross, eine sehr unwirtliche Gegend mit viel Wind.

Als wir in Luederitz (siehe auch Luederitz_info ) sind, habe ich das Gefühl, hier ist wirklich das Ende der Welt.

Eine raue Bucht, unfruchtbares Land rundherum und eine kleine Stadt in dieser Bucht, wo man fast nur deutsch spricht. Auch das schwarze Personal spricht deutsch, der schwarze Tankwart hat einen deutschen Namen und die Speisekarte ist deutsch.

Wir spazieren durch die Stadt und an die Waterfront. In einer halben Stunde hat man fast die ganze Stadt gesehen.

Heute besuche ich das Internetcafe, denn mein Sohn hat Geburtstag. Sonst habe ich mich den ganzen Urlaub lang davon fern gehalten.

Es hat angenehme 25 Grad, ich lebe wieder, aber der Wind geht mir ein bisschen auf die Nerven. Gegen Abend fahren wir noch nach Agatha’s Beach – einem herrlichen Sandstrand, mit viel Wind und sonst nichts rundherum außer trockener Wüste.

Shark Island

Hier in Lüderitz waren jedoch die Quartiergeber zum ersten Mal auf unserer Reise nicht so freundlich wie sonst. In der Früh bei der Abreise war niemand da, das Zimmer war schon bezahlt, also haben wir den Schlüssel stecken lassen und sind losgefahren.

 

Lüderitz – Sossusvlei Nationalpark

In der Früh ist es fast nebelig und etwas kühl. Als wir bereits viele Kilometer von Lüderitz weg sind, also schon weit in der Wüste, kommen wir plötzlich in eine 5 km lange Nebelbank, in der wir maximal 100 m sehen.

In Aus tanken wir noch einmal voll und verabschieden uns für die nächsten 2 Tage von der Asphaltstrasse. Die nächsten 134 km kommt uns kein Auto entgegen, später dann begegnen wir so alle 30 km einem Auto. Jetzt wissen wir, warum es so wichtig ist, viel Wasser mit zu haben.

Wir befinden uns wieder in einer Gegend die mehr eine Halbwüste ist, wir sehen immer wieder Wasserstellen mit schöner Vegetation und Tieren und wir kommen von Zeit zu Zeit an Farmen mit Viehzucht vorbei. Plötzlich steht irgendwo eine Farm, und 60 km weiter die nächste Farm.

Unser erstes Ziel ist Duwisib Castle. 1908 erbaute ein Ex-Offizier der deutschen Schutztruppe mitten im Nichts ein mittelalterliches Schloss.

Es hat um die 34 Grad, wird wollen etwas essen, aber hier in dieser Gegend gibt es nur einen Coffeeshop beim Schloss, der geschlossen ist und eine Guestfarm, wo wir niemanden antreffen. Also geht es weiter Richtung Sossusvlei Nationalpark.

Wir machen einen Abstecher zur Ortschaft Maltahöhe wo wir im Hotel Maltahöhe gut essen. Bis hier her geht auch eine Asphaltstraße ab WDH. Kaum haben wir Platz genommen, kommt der große Bus mit den Deutschen, die alle sofort den Biergarten des Hotels stürmen. Wir machen uns auf den Weg zu unserer nächsten Unterkunft, nur noch 150 km Schotterstraße liegen vor uns.

Ich habe für heute Abend ein Zimmer mit in der Betesda Lodge gebucht.

Die Lodge liegt in einer total kargen Gegend, hier wächst fast nichts mehr, dafür gibt es gleich nebenan einen Buschflughafen. Wir haben schon mehrere dieser Buschflughäfen unterwegs gesehen. Die Sand/Schotterrollbahn ist entweder mit weißen Steinen oder mit schwarzen Reifen gekennzeichnet. Sonst gibt es dort nichts – doch, eine Schotterstraße als Zufahrt.

An diesem Abend sind nur 3 Zimmer belegt. Als wir Gäste gerade beim Abendessen sitzen und der Hauptgang serviert wird, schlägt auf einmal der kleine Dackel der Chefin an und wetzt ganz nervös hin und her. Einige vom Personal gehen zu einem Baum und ein Geländewagen spendet Licht. Eine 2 m lange schwarze Mamba soll im Baum sein, ungefähr 12-15 m vor dem Speisesaal entfernt. Die anderen 4 Gäste gehen neugierig hin. Dann holen welche vom Personal Stangen und schlagen auf den Baum bzw. auf die Schlange ein.

Ich habe die Kontaktlinsen bereits herausgenommen und keine Brille mit, sehe also nicht so recht, was draußen vorgeht. Das ist gut so und ich beschäftige mich lieber intensiv mit dem Abendessen. Bei Schlangen bekomme ich Gänsehaut. Endlich ist die Schlange erledigt und die anderen Gäste gehen raus, um die tote Schlange zu fotografieren. Ich mag sie nicht einmal sehen.

 

Sossusvlei – Swakopmund

Am nächsten Tag in der Früh fahren wir möglichst früh in den Sossusvlei Nationalpark , denn es wird wieder sehr heiß werden. Wir fahren in den Nationalpark ein und welch ein Wunder – hier gibt es eine Asphaltstrasse, damit haben wir gar nicht gerechnet.

Vor uns tauchen die roten Dünen auf. Es ist natürlich wieder Eintritt zu bezahlen. Im Laufe unserer Tour sind wir drauf gekommen, dass es beim Eintritt verschiedene Preise gibt. Namibier zahlen wenig, Südafrikaner etwa mehr, der Rest der Welt zahlt viel.

Je weiter wir reinfahren, umso näher kommen die Dünen. Bei Düne 45 stoppen wir. Auf diese Düne darf man sogar raufgehen. Einige Eifrige sind sehr früh losgegangen und schon wieder am Rückweg. Wir gehen nur ein paar Schritte rauf und ich nehme eine Hand voll roten Dünensand mit. Jetzt kann ich sagen, ich bin nach Namibia gefahren, um einen halben Kilo Dünensand zu holen.

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Wir fahren bis ans Ende der Straße, bis zur Dead Pan (toten Pfanne). Diese füllt sich alle paar Jahre mit Wasser, wenn es regnet. Zuletzt war das 2006. Sie ist staubtrocken und wird als Parkplatz genutzt. Eine Pfanne mit Dünen auf 3 Seiten, sehr eindrucksvoll. Was sehen wir – den Bus der Deutschen. Gott sei Dank sind sie auf der 4x4 Jeeptour, die wir nicht mitmachen.

Auf der Rückfahrt zum Eingang kommen uns plötzlich Läufer entgegen, es ist inzwischen 10:00 Uhr und hat 29 Grad. Gegen Mittag wird es an die 34 Grad haben.

Es handelt sich um Teilnehmer der Namib Dessert Challenge 2010.

Ein Wahnsinn!
Was wieder auffällt, wie bei dem Mountainbike Radrennen in Südafrika, ich sehe nur weiße Teilnehmer.

Auf der Weiterfahrt begegnet uns ungefähr alle 10 km ein Auto. Doch plötzlich kommen uns 3 Autos hintereinander entgegen und ich sehe deutsche Kennzeichen RT…. und es sind Linkslenker, komisch, wo man doch in Namibia links fährt. Arno erklärt mir: Das sind 2 der neuen Mercedes Coupe und ein Begleitfahrzeug der K-Klasse. Die machen hier in Namibia wohl Härtetests.

Nach der Mittagspause, wo wir die Testwagen noch einmal sehen, geht es weiter über 2 Pässe Richtung Swakopmund. Wir fahren durch eine fast vegetationslose Gebirgslandschaft mit einigen Canyons. Immer wenn es für den Fotografen Arno eine interessante Gegend ist, darf ich das Auto lenken, so auch über alle Gebirgspässe.

Die letzten 120 km vor Walvis Bay, sind Sandwüste. Plötzlich sehe ich 3 interessante Dinge neben der Straße. Arno fährt gerade. Bis ich überzuckere, dass hier 3 Geier neben der Straße sitzen, bis ich die Kamera in der Hand habe und eingeschaltet habe, heben die Geier ab und fliegen davon. In dieser Sandwüste flirrt alles, die Straße spiegelt und Arno brettert mit 110 dahin. Später sagt er mir, er hatte die Nase voll von Wüste und Sandpiste und wollte möglichst schnell nach Walvis Bay, wo die Asphaltstrasse wieder beginnt. Warum sagt er mir das nicht während der Fahrt, ich wäre auch gerne hier gefahren. Ich mag auch mit 110 auf der Sandpiste dahin brettern! – Leider nicht – Männer.

Als die Asphaltstrasse beginnt, beginnen auch wieder Dünen, aber diesmal nicht rot, sondern gelb. Auf der Straße fährt ein „Schneepflug“ um den Sand der Wanderdünen von der Straße zu schieben. Es weht ein starker Wind, der Sand kommt von allen Seiten zurück. Die Strommasten neben der Straße stehen metertief im Dünensand.

Endlich kommt Walvis Bay, eine Hafenstadt, die die Briten gegründet haben und am Rand eine Wohngegend mit schmucken Häusern.

Dann folgt noch die letzte Etappe – 30 km nach Swakopmund, auf der einen Seite das Meer, auf der anderen Seite die Dünen. Wir sehen Leute beim Sandboarden und beim Gleitschirmfliegen.

Wir erreichen Swakopmund und haben wieder ein richtig nettes Quartier gebucht, Pension a la mer Jeder hier spricht Dich auf Deutsch an, als wäre das die normalste Sache der Welt. Die Hitze der Wüste ist vorbei, es hat 24 Grad und am Abend isst Arno eine supergute Meeresfrüchteplatte in einem Lokal direkt am Meer.

Am nächsten Tag in der Früh ist es diesig und kühl bei 19 Grad. Man sieht keine 200m. Wir spazieren durch die Stadt, langsam verzieht sich der Dunst, gegen 10 Uhr lockern auch die Wolken auf.

 

Swakopmund - Windhoeck

Nachdem wir alles gesehen haben, machen wir uns auf den Weg nach WDH, ein lockerer Tag mit 350 km auf der Nationalstraße – denken wir. Na ja es waren dann ja nur 70 bis 80 km Baustelle, sonst war es locker zu fahren.

In WDH machen wir wieder einen Stadtrundgang und Arno möchte unbedingt das Reiterdenkmal fotografieren, an das er sich aus seiner Kindheit so gut erinnern kann. Wir finden es nicht. Also fragen wir. Antwort: Es wurde voriges Jahr abgebaut und ist irgendwo außerhalb WHD gelagert, bis es im März an seinem neuen Platz aufgestellt wird. Schade, wir waren einen Monat zu früh da.

Den Abend verbringen wir im idyllischen Garten unserer Unterkunft, Onganga. Auch hier spricht man deutsch und wir unterhalten uns mit einigen Gästen ganz nett.

 

Windhoeck – Kapstadt – Heimreise

Es heißt Abschied nehmen von Namibia. Nach 3129 km und 42 Stunden Fahrzeit geben wir das Auto zurück und fliegen nach Kapstadt.

Im gebuchten Zimmer wartet bereits unser Wein auf uns. Ich habe uns ein Zimmer in einem B&B Upperbloem am Osthang des Signal Hill gebucht. Von der Veranda aus sehen wir auf die Dächer von Kapstadt-Zentrum und weiter über die Bucht bis fast nach Bloubergstrand.

Die Chefin ist eine ganz liebe Deutsche, die seit 10 Jahren in Kapstadt lebt. Wir fühlen uns sofort wohl.

Am Nachmittag wollen wir zur Victoria & Albert Waterfront und kommen in einen schlimmen Stau. Genau da ruft Arnos Nichte Kimberly uns zurück und wir ändern unsere Pläne und treffen sie am Rhodes Memorial. Wir haben den Stadtplan im Zimmer gelassen und verfahren uns natürlich. Wir landen im Upper Campus, wo uns ein Portier den Weg zum Memorial erklärt.

Anschließend gehen wir in ein Lokal, das Arno aus seiner Zeit in Kapstadt schon kennt. Hierher kommen hauptsächlich Studenten. Wenn ich mir die Auto auf dem Parkplatz so anschaue, muss ich sagen, dass es den Studenten hier sehr gut gehen muss, bzw. Mama und Papa das Studentenleben gut sponsern.

Den letzten Abend verbringen wir anschließend bei Wein und Käse auf unserer wunderschönen Veranda. Es weht ein heftiger Wind, aber hier sind wir schön geschützt und genießen die tolle Aussicht auf das abendliche Kapstadt.

In der Früh machen wir noch einen Abstecher zur Victoria & Albert Waterfront, dann holen wir unser Gepäck beim Quartier.

Weil wir noch etwas Zeit haben, fahren wir noch nach Camps Bay und Greenpoint, wo das neue Fußballstadium für die WM steht.

Es geht von CPT über JNB nach FRA und dann zuletzt weiter nach Graz. Wir verlassen CT bei 32 Grad und kommen bei 11 Grad zu Hause an.

Wo ist der ganze Schnee geblieben, den ich vor 2,5 Wochen schaufeln musste? Fast nichts mehr da. Dafür blühen in meinem Garten bereits die Krokusse.

Namibia ist ein interessantes Land, ich habe viel gesehen, viel gelernt und weiß jetzt auch: ich könnte in diesem Land nicht für längere Zeit leben.

Ich habe mit einigen Deutschen gesprochen, die sich in Namibia niedergelassen haben und gefragt, warum sie das taten.

 

Hier die Antworten:

In DE gibt es für alles und jedes irgendeine Vorschrift, man hat keine Freiheiten. Es muss alles geregelt sein, alles wird kontrolliert.

In DE sind die Leute sehr unzufrieden, obwohl es ihnen so gut geht. Jeder schaut, was der Nachbar hat und macht, jeder ist dem anderen alles zu neidig, keiner lächelt, alle jammern. Es gibt so wenig Miteinander und so viel Gegeneinander.

Die Leute haben verlernt, in der Stille zu leben, es ist alles so laut, die Leute können sich nicht mehr selbst unterhalten, sie wollen oder müssen unterhalten werden.

Es ist alles zu eng in DE.

Ich habe mit einem Namibier deutscher Abstammung gesprochen.

Er ist in Namibia aufgewachsen war 5 Jahre in DE und kehrte dann nach Namibia zurück. Später besuchte er mit seiner namibischen Frau DE wieder.

Sie kam mit der Enge in Frankfurt nicht zurecht, die hatte Panik in der U-Bahn. Es war ihr überall zu viel Gedränge, egal ob beim Einkaufen oder sonst wo. Sie findet die Deutschen in DE unfreundlich, hektisch und hochnäsig.

Eines stimmt wirklich. Wir haben in Namibia fast überall nur sehr nette und freundliche Leute getroffen, viele davon mit einem echten Lächeln im Gesicht.


Last update:12.04.2010

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